Entries categorized as ‘Wien’
Der Tipp für Neuankömmling und Alteingesessene, die sich bewegen wollen ohne Straßenabgase einzuatmen: Am USI a.k.a. Universitätssportinstitut Wien werden in jedem Semester Hunderte von Sportkursen in 10 Sparten - Ballspiele, Entspannungstraining,Kampfkünste, Fitness, Gymnastik, Konditions u. Krafttraining, Outdoor, Tanz, Turnen, Wassersport - zu günstigen Preisen angeboten. Ein Kurs, der 2×45 Min. pro Woche statt findet, kostet in der Regel um die 42 Euro für Akademiker und Ministerien mitarbeiter, 21 Euro für Studierende, für 5 Monate (bzw. 1 Semester, teilweise auch ein halbes Jahr). Akademiker heißt: Alle mit Hochschulabschluss, egal von woher der kommt. Selbst so ein Piefke wie ich darf da mitmachen
Außer dem Spartensport gibt es auch noch Skifahren in allen Varianten, Equilibristik, Behindertsport… einfach mal nachschauen!
Habe mich also gleich heute eingeschrieben für Street Dance und California Workout. Detail gibts es auf den Seiten des USI, auch der Anmeldemodus ist beschrieben (nur vor Ort im USI Auf der Schmelz).
Nur da wäre dann auch der offensichtliche Nachteil: Reguläre Mitbürger ohne Studentenausweise oder Hochschulabschluss sind von dem Angebot ausgeschlossen.
Kategorien: Wien
Tagged: Fitness, Fitnessstudio
Noch bis 17 Uhr am Museumsquartier Ecke Mariahilfer Straße - ein Möbeleinrichtungshaus tauscht alte Lampen gegen neue Energiesparlampen. Und weil ich ja Energie sparen will, gehe ich da jetzt schnell hin - schließlich kostet ein so ein sparsames Lämpchen zwischen 4 und 10 Euro!
Kategorien: Energie sparen · Wien
Gerade werde ich unvermittelt von noch mehr Heimweh geschüttelt. Einerseits ist Wien ja von Deitschen überflutet - heute im Ikea waren dauert deutschsprachige Anfangzwanzigjährige unterwegs. Da ja der Wientourist allgemein nicht ‘nach Ikea’ (DE/DE) fährt, stellt sich die Vermutung: Alles Deitsche, die den Österreichern die Studienplätze wegnehmen? Stichwort freier Hochschulzugang, den einige in AT sobald wie möglich beenden wollen.
Aber um Rudelbildung geht es eh nicht (gerade die Deitschen meiden sich gegenseitig gern im Ausland scheint mir). Eher darum, mit DE/DE auf der Zunge einfach ein wenig weniger aufzufallen - komisch, dass es mir vorkommt, als wäre ich in Wien in dieser Hinsicht auffälliger als in Vorarlberg? Vielleicht, weil der Unterschied in Vorarlberg schon wieder sooooo krass war, dass er schon wieder keine sooo große Rolle mehr gespielt hat.
Ja, irgend sowas muss es sein.
Kategorien: Akzent · Deutsch · Vorarlberg · Wien · Österreich · Österreichisch
Gerade hat also ein Deutscher einen Österreicher in einer Unterkunft für Obdachlose von Kehle bis Genital aufgeschlitzt, Zunge und Schädelmasse auf einem Teller angerichtet und möglicherweise einen Probierhappen davon genommen… schauder. Das Pikante für mich ist, dass betreffender Deutscher schon seit Jahren in Österreich lebt, aber eigentlich im Sinne der Familienabstammung aus Köln sein soll - Kölle am Rhing, gerade mal wieder meine gefühlte Heimat, mit der mich 8 gemeinsame Jahre verbinden, und weil mich ja ein wenig das Heimweh und die Melancholie in der neuen morbiden Stadt übermannt.
Damit nicht genug: Geboren bin ich in Rotenburg an der Fulda… klingelt’s? Es klingelte jedenfalls gestern bei meinem Internetberater, der meine Passausweisnummer in das Anmeldeformular eintragen wollte und über den Geburtsorteintrag sinnierte….
“Rotenburg, Rotenburg”
“Der Kannibal”, half ich.
“Richtig, richtig. Und jetzt hobn wir do a ein’ in Wien.”
Wie schön.
Kategorien: Deutsch · Rotenburg · Wien
Gestern abend bin ich auf der Suche nach zu schnorrendem Wireless-LAN um die Häuser des 9. Bezirks gestromert und zum zweiten Mal in das zauberhafte Café Weimar gegangen. Mit diesem Café verbindet mich natürlich schon der Name - nicht bloß wegen Lotte in Weimar, sondern weil wir Verwandte mit dem Namen Weimar haben, die wiederum über ein paar Ecken mit Monika Weimar verwandt sind, die trotz eines fehlenden Schuldgeständnisses für den Mord an ihren Töchtern anno dunnemals verknackt wurde.
Das Café Weimar hat, weil in Wien, natürlich auch morbiden Charme, aber nix Mörderisches. Beim letzten Mal saß ich des Tags auf der Terrasse - ich kann jede/n Besucher/in aber nur ermutigen, das Café des Abends aufzusuchen, denn dann sitzt ein fantastischer, Pianist auf der einen Seite des Raumes, dem das Publikum genau jenen Mangel an Anteilnahme entgegenbringt, den es braucht, damit die Töne wirklich ganz in den Plüsch hineinsinken. Konnte das selige Grinsen über sein Repertoire jedenfalls kaum unterdrücken, natürlich Strangers in the Night, aber auch Hijo de La Luna, und ein Lied, dessen Name mir partout nicht einfallen will und von dem ich glaube, dass es mindestens von sowas wie den Smiths geschrieben wurde.
Ich war so hin und weg, dass ich so schnell wie möglich Mails runtergeladen und das Notebook aus Respekt wieder weggepackt habe - darum gab’s hier gestern auch kein Post, aber dafür sind derer nun ja schon zwei.
Außerdem eine mentale Notiz (Anglizismus –> mental note) gemacht:
Mama beim Besuch hierher führen.
Sie in jedem Fall ein Buch einpacken lassen.
Uns bei Pianomusik und einem Achtele Zweigelt (€ 3,70, aber sehr mundend) anschweigen.
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Ein unendliches Thema. Selbst wenn man selbst Piefke by nature ist, versteht man nach einer gewissen Assimilationszeit sehr gut, was den Österreicher an der gestelzten Sprache der Deutschen so nervt, die diesem von Kindesbeinen auf antrainiert wird. Warum “Mama, ich möchte bitte ein Wassereis mit Orangengeschmack haben!” sagen, wo “Mama, i mog a Orangeneis” doch reichen würde? Von der deutschen Aussprache der Orange, nämlich Orangsche, ganz zu schweigen. Balkong, Kartong, Sateng, Kuseng, und natürliche Schangse* - Maschinengewehrsprache. Und was macht umgekehrt das österreichische Idiom so weich und schön? Die vielen Diminutive: Glaserl, Bussal (Auf ‘deutsch’: Kuss), Pickerl (TÜV-Plakette) Packerl, Zigaretterl - und nicht zu vergessen das wichtige Gackerlsackerl. “Nimm ein Sackerl für mein Gackerl!” - so der Wortlaut einer Wiener Kampagne für eine saubere Innenstadt. In Berlin heißt sowas Hundekottüte - peng, peng!
*: Balkon, Karton (bzw. Schachtel), Satin, Cousin, Chance.
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Hallo Blogosphäre! Bislang habe ich in Englisch gepostet, da ich als Deutsche im Westen Österreichs Englisch unterrichtet habe und die Fremdsprache flexibel bleiben sollte. Obendrein war Englisch mein Schutzschild in der grotesken Situation, dass ich die (doch auch deutsch sprechenden) Vorarlberg nicht verstanden habe und es trotz Sprachbegabung keinen Weg gab, dort nicht als ‘Dütsche’ aufzufallen. Dann doch gleich lieber richtig fremd! Aber jetzt bin ich nach Wien gezogen und habe keine Lust mehr, weiter auf Englisch zu schreiben. Mehr täglich!
Kategorien: Deutsch · Piefke · Vorarlberg · Wien · Österreich