Piefke in Austria

Verdammtes Mononatriumglutamat!

November 4, 2007 · 3 Kommentare

Eigentlich versuche ich schon immer, Mononatriumglutamat - vulgo: Geschmacksverstärker - zu vermeiden. Manchen Leuten wird davon schwindlig, mir ist das erst ein paar Mal passiert. Das ist aber nur ein Grund, das Zeug zu vermeiden. Komischerweise gibt es im deutschsprachigen/im europäischen Gebiet nicht einmal eine größere Debatte - in den USA läuft das Zeug unter MSG (Monosodiumglutamate) und wird von jenen Amerikanern, die wissen, dass Fast Food nicht gut für einen ist (also für ca 10%) auch gemieden.

Gründe für mich, MSG zu vermeiden:

1_Nicht wirklich für den Menschen notwendigen Dreck sollte man m.E. nicht essen. Wenn Gott/die Evolution gewollt hätte, dass wir unseren Körpern bei jeder Mahlzeit MSG zufügen, dann wäre es eh schon in allen Lebensmitteln drin (ist aber natürlich nur in: reifen Tomaten, Parmesan, einigen Pilzen - darum passen italienische Küche und Fertiglebensmitel so gut zusammen).

2_Geschmacksverstärker versauen unseren Geschmackssinn. Wer sein Leben lang MSG konsumiert, hält schon dessen salzigen Beigeschmack für lecker. Nach wirklich gutem Essen strebt dann eh keiner mehr. Das gleiche gilt auch für künstliche Aromen - wir alle wissen, wie dieser künstliche Erdbeergeschmack schmeckt und sind sogar bereit, diesen als ‘Erdbeere’ zu identifizieren, wenn wir ihn in einem Nahrungsmittel finden. Aber schmecken Erdbeeren so? Keene Spur!

3_Wer überall MSG dran haut, braucht das Kochen gar nicht mehr lernen. Die Suppe, das Risotto ist nicht würzig? Her mit dem MSG! Ich kann leider nicht so toll kochen wie meine Mutter - und bewundere sie tief dafür. Sie kocht selbst einen Braten noch im Kachelofen und beherrscht all die Tricks, die wir heutigen modernen Menschen fast nicht mehr kennen. Bratenfonds mit Mehl machen. Suppe aus Knochen gewinnen. Gulasch ohne Knorr Fix herstellen. So würde ich auch gerne kochen.

Apropos Risotto: Heute habe ich Pilzrisotto gekocht und dabei festgestellt - wie konnte mir das all die Jahre entgehen - das in jedem verdammten Brühwürfel den ich habe, MSG drin ist! Ich nehme an das ist der Grund, warum meine Mutter, obwohl so sparsam, immer die teuren aus dem Reformhaus gekauft hat.

Montag schmeiße ich die alle weg und kauf mir MSG-freie!

Kategorien: Essen
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3 Antworten so far ↓

  • Holger // November 4, 2007 um 8:23 Uhr nachmittags

    Zumindest entwickelt sich der Geschmackssinn wieder zum positiven.Bekommt man davon nicht auch das China-Syndrom? Kopfschmerzen und so?
    Vor über 2 Jahren einen ähnlichen Schritt getan und Vegetarier geworden. Die Lebensmittel sind zwar etwas teurer, dafür wird halt woanders gespart. Geschadet hat mir es noch nicht. Nur die Anfangszeit war schwer, beim Einkaufen immer am Bratwurststand vorbeizugehen. Doch nun störts mich nicht mehr.

  • anaj // November 4, 2007 um 8:50 Uhr nachmittags

    Genau das, auf deutsch Glutamatunverträglichkeit
    http://de.wikipedia.org/wiki/Glutamatunvertr%C3%A4glichkeit
    auf Englisch weniger politisch korrekt China restaurant syndrome:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Chinese_restaurant_syndrome
    ich war lange Jahre Vegetarierin, habe 2005 aufgegeben - nachdem ich nach Österreich gezogen bin, wo das Fleisch so gut ist (jedenfalls in Vorarlberg). Außerdem wollten die nie mein Blut bei der Blutspendehaben –> ernährungsbedingte Anämie. Mittlerweile habe ich auch schon gespendet :-)

    Bratwurst kann ich aber immer noch nicht essen - bzw. einmal habe ich eine gegessen, als Tribut an die 100000 Würstlstände hier in Wien. Bei dem Gedanken würgt es mich jetzt nich, obwohl das unmittelbare Geschmacksempfinden durchaus in Ordnung war. In drei vier Jahren wird es dir nicht anders gehen :-D

  • Holger // November 5, 2007 um 11:55 Uhr vormittags

    Danke für den Link. Da werde ich wohl auch mal mein Blut untersuchen lassen müssen.
    Ach ja, um mal kurz vom Thema abzuschweifen, beim Paslamer Literaturwettbewerb hab ich mal mitgemacht. Selbstverständlich auf einer “Normseite”.

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