Piefke in Austria

Was sich die Ausrichter von Literaturwettbewerben alles ausdenken

September 26, 2007 · 14 Kommentare

So zum Beispie die Gemeinde Paslam in Bayern. Laut Uschtrin.de schreiben die die folgenden tollen Wettbewerb mit super dotierten Preisen aus:

Paslamer Literaturwettbewerb: Gedichte und Kurzgeschichten zum Thema “Wie ich einmal woanders Urlaub machen wollte, aber dann doch nach Paslam gefahren bin”
Einreichen bis zum 31. Oktober 2007.
1. Preis: Ein unsigniertes [!] Exemplar des Buches “Paslam, Bayern”
2. Preis: Ein signiertes [!] Exemplar des Buches “Paslam, Bayern”
3.-5. Preis: Eine lobende Erwähnung an exponierter Stelle auf der Homepage der Gemeinde Paslam.

[Zur Einstimmung auf den Wettbewerb siehe http://www.paslam.de/basisdaten.html, Stichwort "Politik": "Bürgermeister ist Schorsch Filbinger (CSU). Seine beiden Vorgänger waren Max Filbinger (CSU) und Alois Filbinger (CSU). Nachfolger wird der Ferdi Filbinger (z.Z. CSU-Jugendortsgruppe Paslam)", Stichwort "Literatur": "Willert, Bruno: Ordnung ist das halbe Leben. Und die andere Hälfte auch. Amtliche Hinweise für ordentliches Verhalten in der Gemeinde Paslam. 2005"]

Da möchte man doch wirklich wissen, wer das Buch signieren muss, damit es nur noch einen zweiten Preis wert ist. und wer es überhaupt signiert hat. Vermutlich aus dem Nachlass des Alois Filbinger. Und die lobend Erwöhnung auf paslam.de ist wirklich toll- ich glaube, ich rufe meinen eigenen Wettbewerb aus!

Nachtrag: Die Seite ist wirklich spooky. Nicht nur wissen die jetzt schon, wer später mal Bürgermeister wird, die hatten auch mal eine Mumie mit ziemlich merkwürdigem Namen:

Sein Nachfolger Benedikt XIII schenkte zudem der Gemeinde die Gebeine des Heiligen Klaustrophobus (Katakombenheiliger), die in der Kirche St. Elke aufbewahrt wurden, im Jahr 2001 jedoch spurlos verschwanden.

Ob Paslam evtl. doch in Ostfriesland liegt? Oder bei Kalau?

Kategorien: Literatur
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14 Antworten bis hierher ↓

  • Holger // September 26, 2007 um 8:35

    Es ist ein Witz. Gott sei Dank. Aber vorsichtshalber habe ich doch im Atlas nachgesehen. Man weiß ja nie, und einem Teil der in dem Bundesland lebenden Menschen traue ich das sogar zu. Jedenfalls steht das nächste Ausflugsziel jetzt fest. Nur um des signierten Buches willen.

  • anaj // September 28, 2007 um 11:15

    Gott sei Dank indeed! Wie kannst du dann aber dahin fahren, wenn es ein Witz ist?

  • Holger // September 30, 2007 um 10:59

    Virtuell bin ich sofort losgefahren. Im Augenblick fahre ich gerade auf der Landstraße und bin kurz vor dem Ortseingangsschild des idyllisch gelegenen Marktfleckens “Paslam”. Wie gesagt, auf diese Reise machte ich mich nur wegen der Preise.

  • anaj // September 30, 2007 um 11:10

    Also du schreibst etwas für den Literaturwettbewerb? (Denn den Ort gibt es doch gar nicht, oder doch? Bin verwirrt… im Telefonbuch gibt es ihn nicht und auch nicht in Wikipedia)

    Der Name scheint aber niederländisch inspiriert zu sein: ein ‘paaslam’ ist ein Osterlamm.-)

  • Holger // September 30, 2007 um 8:58

    Ja, meine erste Teilnahme bei soetwas. Den Ort gibts nicht, nein. Aber trotzdem kann man darüber schreiben. Unter paslam.de kann man sich ja über den Ort informieren. Sobald meine kleine Erkältung vorüber ist, spitze ich die Feder und schreibe mein erstes literarisches “Werk”. Ich glaube, 5000 Zeichen sind das Maximum, das werd ich wohl in 4 Wochen schaffen. Ich denke, das Ganze ist so virtuell wie die damalige Aktion mit der Hommingberger Gepardenforelle.

  • Holger // September 30, 2007 um 9:01

    P.S. Im Kopf habe ich schon knapp die Hälfte fertig.

  • anaj // September 30, 2007 um 9:20

    Brauchst du eine Vorlage für Normseiten? Kann ich dir schicken wenn du magst.

  • Holger // September 30, 2007 um 9:32

    Was ist eine Normseite? Ich habe mich mit Literatur bisher nur dahingehend beschäftigt, als dass ich Bücher gelesen habe, geschrieben habe ich nur E-Mails und Blogbeiträge. Wenn mir eine Normseite Nutzen bringt? Warum nicht.

  • anaj // September 30, 2007 um 9:51

    Das ist eine Normseite: http://de.wikipedia.org/wiki/Normseite
    Habe dir eine Vorlage als Worddokument geschickt an die Adresse du bei WordPress registriert hast (sehe ich, wenn du kommentierst).

  • Holger // Oktober 1, 2007 um 7:02

    Hab vielen Dank für die Seite. Und wie ich gesehen habe hast du ja den Anfang der Geschichte schon geschrieben. Ich wollte auch so anfangen. ;-)

  • anaj // Oktober 1, 2007 um 8:18

    Wie angefangen – so angefangen?

    1 2 3 4 5 1 2 3 4 5 1 2 3 4 5 1 2 3 4 5 1 2 3 4 5 1 2 3 4 5

    Das war nur zum Zählen :-D

  • Holger // Oktober 2, 2007 um 7:35

    Ach, das war nur zum zählen?! Ich dachte, durch das Oktoberfest geht das jetzt 12345 gsuffa? Und gerade diesen Anfang wollte ich nehmen, auf dass der Bürgermeister Schorsch Filbinger sich daran erfreue! Schade, muss ich mir einen anderen Anfang ausdenken.

  • Henning // Oktober 5, 2007 um 6:52

    Ich habe auch erst einmal gestutzt. Dann bin ich nach Wikipedia gegangen. Nichts. Gut, da steht nicht alles drin. Aber dann habe ich mich auf der Seite festgelesen. Irgendwie … hm … stark.
    Den Verlag (ein kleiner zwar, aber immerhin) scheint es wirklich zu geben. Und der gibt das Buch im November wohl tatsächlich heraus.
    Also schwankt das so zwischen Real und Fiktion. Wenn das Buch hält, was die Leseproben versprechen, dann bin ich daran schon interessiert.
    Und ob signiert oder unsigniert, ich werde denen mal einen Text schicken.

  • Dillinger // Oktober 30, 2007 um 11:13

    Das ist kein Witz !!!

    Nein, den Ort gibt es wirklich!! Ich war schon
    zweimal dort (das letzte Mal 2004). Es ist ein
    ziemlich ödes Kaff wie es sie zu hunderten in Bayern gibt. Diese Geschichte mit den Bürgermeistern, die alle aus einer Familie sind, kommt in Bayern auch häufiger vor. Der Internetauftritt ist allerdings wirklich unfreiwillig komisch geraten.

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